Pro BHKW

Die bedeutendsten Vorteile der gemeinsamen Erzeugung von Wärme und Strom (KWK) in einem Erdgas betriebenen BHKW gegenüber der getrennten Erzeugung sind 

  • der geringere Primärenergieeinsatz und
  • die geringeren CO2-Emissionen 

(vgl. Bild: Brennstoffeinsatz bei der getrennten und gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme)

Dezentral organisierte BHKWs tragen darüber hinaus zur Netzentlastung und Verminderung oder Vermeidung des Netzausbaubedarfs durch bedarfsgerechte Erzeugung bei.

BHKWs erhöhen die Versorgungssicherheit und vermindern  die Importabhängigkeit.

KWK-Strom ist zum Ausgleich fluktuierender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.


Contra BHKW?

Wenn man in Suchmaschinen den Begriff "BHKW-Gegner" oder "KWK-Gegner" eingibt, wird man kaum fündig. Weder Politik noch Experten äußern sich gegen BHKWs.

Einen ernstzunehmenden Einwand gibt es jedoch gegenüber der fossilen Kraft-Wärme-Kopplung. Und der besteht im fossilen Brennstoff. Das gilt insbesondere gegenüber den mit Kohle betriebenen Kohlekraftwerken. Große Kohlekraftwerke haben eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren und ihre Betreiber sind bereits heute die vehementesten Gegner eines weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien.

Aber auch das deutlich umweltfreundlichere Erdgas ist ein fossiler Brennstoff, der auf Dauer durch regenerative Brennstoffe ersetzt werden muss. Einige betrachten daher auch Erdgas-BHKWs nur als eine effiziente Übergangstechnologie.

Das BHKW-jetzt-TEAM ist der Überzeugung, dass der Brennstoff Erdgas zukünftig zunehmend durch regenerativ erzeugten Wasserstoff, ggf. Methan (Strom zu Gas) ersetzt werden kann und damit BHKWs zu einer sehr kostengünstigen Zukunftstechnologie werden. 

Das Potential der BHKWs wird zukünftig allein begrenzt durch den Wärmebedarf, der durch bessere Wärmedämmung zukünftig deutlich zurückgehen muss.

Um den Strom dann erzeugen zu können, wenn er durch Sonne und Wind nicht bereit gestellt werden kann, müssen BHKWs die Wärme speichern können und in "Regelkraftwerken (Virtuelle Kraftwerke) zusammengeschlossen werden.

Wesentliches Kriterium für den Einsatz der Erdgas-BHKWs heute sind ein hoher Gesamtwirkungsgrad. Ein hoher elektrischer Wirkungsgrad ist durch die Größe und Technologie der Anlage begrenzt und wird schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen besonders betont.

Die Praxis zeigt in vielen Fällen, dass man durch den Einbau von BHKWs im Bestand Strom erzeugen kann, ohne dass der Primärenergieeinsatz (Erdgas) gegenüber einem alten Heizkessel steigen muss.

Dezentrale Erdgas-BHKW sind auf dem Weg zur Energiewende wie das Energiesparen und der Ausbau der Erneuerbaren Energie ein wichtiger Baustein. Nicht mehr aber auch nicht weniger.