Was ist ein BHKW?

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert im Gegensatz zur Heizung nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Dieser Strom muss nicht mehr in einem fern gelegenen Kraftwerk erzeugt werden. Ein BHKW kann am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben werden. Das Prinzip der Erzeugung von Kraft (Strom) und Wärme an einem Ort wird als Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet.

Die folgende Grafik verdeutlicht das Prinzip.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Blockheizkraftwerken – Strom und Wärme direkt vor Ort erzeugen

Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung zwischen 10 Kilowatt und bis zu 2 Megawatt Blockheizkraftwerke versorgen zusammenhängende Wohngebiete, Wohnblocks, große Dienstleistungsgebäude, Industriebetriebe und Gewerbeparks mit Strom und Wärme. Solche kompakten Anlagen werden Blockheizkraftwerke – kurz BHKW – genannt.

In Blockheizkraftwerken kommen ganz unterschiedliche Technologien zum Einsatz  – vom Verbrennungsmotor bis zur Gasturbine. Darüber hinaus befinden sich innovative Anlagen mit Brennstoffzellen oder Stirlingmotoren in der Entwicklungsphase. Als Energieträger findet in BHKWs derzeit vor allem Erdgas Verwendung. Es gibt auch Module in denen Heizöl, Biogas oder Pflanzenöl eingesetzt werden.

Die in Blockheizkraftwerken erzeugte Wärme wird über ein Nahwärmenetz direkt zum Verbraucher transportiert. Der im BHKW erzeugte Strom kann direkt vor Ort verbraucht oder in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden. Die Anbindung an das Ortsnetz gewährleistet auch bei erhöhtem Bedarf eine sichere Stromversorgung.

Kraftwärmekopplung (KWK) mit Fernwärme

Auch große Heizkraftwerke nutzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Die im Heizkraftwerk erzeugte Wärme wird über ein Fernwärmenetz, an das noch andere Heizkraftwerke angeschlossen sein können, zu den Verbrauchern transportiert.

In der Bundeshauptstadt Berlin werden zur Zeit etwa 27 Prozent der Gebäude mit Fernwärme versorgt. Berlins Fernwärmenetz gehört damit zu den größten in Europa.