Auswahl aktueller Studien zur KWK

KWK und Erneuerbare Energien können sich gut ergänzen

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „KWK und Klimaschutz“, vom Berliner Energieagentur (BEA) und dem Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH (BET) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) vom März 2015.

Die Studie zeigt auf, dass KWK-Anlagen zukünftig nur dann flexibel genug sind, um Systemdienstleistungen übernehmen zu können, wenn die wirtschaftlichen Randbedingungen so ausgestaltet werden, dass sich höhere Leistungen gegenüber der klassischen Auslegung wirtschaftlich darstellen lassen.

Die Studie belegt anhand der objekt- bzw. quartiersbezogenen Nutzung kleinerer BHKW mit einer Leistung von bis zu 500 kWel, das dezentrale KWK sehr geringe, unter Umständen sogar negative CO2-Vermeidungskosten erreicht.

KWK-Gutachten im Auftrag des Bundewirtschaftsministerium

Potenzial- und Kosten-Nutzen-Analyse zu den Einsatzmöglichkeiten von Kraft-Wärme-Kopplung (Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie) sowie Evaluierung des KWKG im Jahr 2014

Die Studie kommt u.a. zu folgenden Ergebnissen:

Der größte Teil der KWK ist technisch schon heute in der Lage, flexibel auf Strommarktsignale zu reagieren. 

Die Wirtschaftlichkeit der KWK hängt sehr stark vom Eigenstromanteil und den Strombezugskosten ab. Bei den niedrigen Stromhandelspreisen ist die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen in der allgemeinen Versorgung fu?r Neubauvorhaben und Anlagenmodernisierungen nicht gegeben.

Großes Potenzial für KWK-Anlagen werden in der Wohnungsiwrtschaft gesehen. Ein hoher administrativer Aufwand eines direkten Stromverkaufs sowie hemmende Regelungen im Steuerrecht verhindern aber häufig eine Erschließung dieses Potenzials.

Die Studie schlägt daher erheblich höhere KWK-Zuschläge vor und die Erhöhung der Förderdauer auf einen Zeitraum von z. B. 60.000 Vollbenutzungsstunden.