Vollwartungsvertrag (Rundumsorglospaket)

Es empfiehlt sich einen Vollwartungsvertrag auf z.B. 15 Jahre oder mindestens 60.000 Betriebsstunden abzuschließen. Vollwartungsverträge umfassen die vollständige Wartung und Instandhaltung incl. Ölwechsel und Altölentsorgung, Ersatzteile bis zum Austauschmotor, Steuerelektronik und zum Teil sogar den Einbau technischer Verbesserungen. 

Hierzu werden z.B.  von BHKW-Lieferanten bis zu 15-jährige Verträge angeboten, die der Auftraggeber jederzeit kündigen kann, der Auftragnehmer aber nur aus wichtigem Grund. Der Vollwartungsvertrag sollte eine Preisanpassungsklausel enthalten, die z. B. abhängig von der Lohnentwicklung die Obergrenzen für Preiserhöhungen festlegt.

im Vollwartungsvertrag sollten folgende Leistungen enthalten sein:

  • alle An- und Abfahrten zum BHKW-Standort 
  • alle Wartungsarbeiten
  • alle Verbrauchsteile und Betriebsmittel (inkl. Schmieröl)
  • alle Instandhaltungsarbeiten und Ersatzteile bis zum Motorwechsel
  • sofortige Störungsbeseitigung
  • Entsorgung aller Teile und Betriebsmittel (auch Schmieröl)

In der Regel entstehen für den Betreiber keine weiteren Betriebskosten (ausgenommen Brennstoffkosten, ggf. Telefonkosten des Anschlusses für die Fernwartung)

Die Preise für einen solchen Vollwartungsvertrag liegen abhängig von der BHKW-Anlagengröße und jährlichen Laufleistung zwischen 1,5 und 5 Cent/kWh je kWh im BHKW erzeugter elektrischer Energie.

Jährliche Mitteilung gemäß § 8 Absatz 2 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Die jährliche Mitteilung der eingespeisten KWK-Strommenge gemäß § 8 Absatz 2 Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Für kleine BHKW-Anlagen über 50 kW bis 2 MW elektrischer Leistung) ist Voraussetzung für die Förderung (Rückerstattung der Energiesteuer, KWK-Zulage etc.).

Ab dem Berichtsjahr 2012 ist die Pflicht zur Meldung der jährlichen Erzeugungs- und Verbrauchszahlen für <abbr title="Kraft-Wärme-Kopplungs">KWK</abbr>-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 50 <abbr title="Kilowatt">kW</abbr> entfallen.

Folgendes Formular unter www.bafa.de ausfüllen und abschicken.

(KWK-Anlagennummer siehe BAFA-Zulassungsbescheid)

Abrechnung seitens des Netzbetreibers (Einspeisevergütung, KWK-Zulage, Vermiedene Netznutzung)

Einspeisevergütung baseload und Vermiedene Netznutzung

Voraussetzung: Kopie BAFA-Antrag bzw. Zulassungsbescheid an Netzbetreiber senden

KWK - Zulage für die eigen- und fremdgenutzte (eingespeiste) Strommenge

Voraussetzung: Bei eigenem Zähler: Zählerstände zum Jahresende (31.12) dem Netzbetreiber mitteilen (ggf. über entsprechendes Formular des Netzbetreibers)

Antrag auf Steuerentlastung für die Stromerzeugung und die gekoppelte Erzeugung von Kraft und Wärme

Gemäß den §§ 53 bis 53b Energiesteuergesetz haben Betreiber von BHKW unter bestimmten Bedingungen einen Anspruch auf nachträgliche Erstattung der Energiesteuer für den im BHKW verwendeten Brennstoff.

Für Anlagen, die nach neuer Rechtslage gemäß § 53a EnergieStG zur vollständigen Steuerentlastung berechtigt wären, ist für den Zeitraum ab dem 1. April 2012 das Formular 1132 zu verwenden. Für Anlagen, die lediglich zur teilweisen Steuerentlastung entsprechend § 53b EnergieStG berechtigt sind, ist für den Zeitraum ab dem 1. April 2012 hingegen das Formular 1133 im Falle der Verheizung des Brennstoffes, beziehungsweise das Formular 1134 im Falle der Verwendung in einem Verbrennungsmotor oder einer Gasturbine zu verwenden.

Man kann die Formulare online ausfüllen, als pdf abspeichern und dann an zuständige Zollamt schicken. Die Adresse des zuständigen Zollamtes findet man unter www.zoll.de.

Nach dem eingeben noch die Daten als xml-Datei abspeichern, dann muss man in den Folgejahren nur noch die sich ändernden Daten ausfüllen.